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Streckenlänge: 49,3 km
 
Geschichte: Um 1900 kamen Bestrebungen auf, das Gebiet zwischen den beiden Staatsbahnstrecken Stendal-Uelzen und Stendal-Wittenberge an die Eisenbahn anzuschließen. Begünstigt wurde dieses Vorhaben durch das Preußische Kleinbahngesetz aus dem Jahre 1892. Am 22. März 1906 wurde die Kleinbahn AG Stendal-Arendsee gegründet. Das Königreich Preußen und die Provinz Sachsen übernahmen jeweils 23 Prozent der Aktien. Das übrige Kapital, das mit über zwei Millionen Mark knapp fünfmal so hoch bemessen war wie beispielsweise beim Bau der benachbarten Arneburger Kleinbahn, verteilte sich auf Stadt und Kreis Stendal, die Stadt Arendsee sowie zahlreiche Unternehmer und sonstige Interessenten.
Am 25. November 1908 wurde die Strecke zunächst bis Lückstedt-Dewitz und schließlich am 8. Dezember selben Jahres bis Arendsee eröffnet. Bis zur Eröffnung der Bahnstrecke Salzwedel-Geestgottberg im Jahre 1922 war die Kleinbahn betrieblich gesehen eine Stichstrecke.
1913 konnten insgesamt 159.000 Fahrgäste verzeichnet werden. Im Güterverkehr verteilte sich die Beförderungsleistung auf 56.617 Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse, 16.756 Tonnen Futter- und Düngemittel, 11.126 lebende Tiere und über 97.000 sonstige Güter.
Klein Rossau wurde 1914 im Rahmen der Eröffnung der Kleinbahn-AG Osterburg-Deutsch Pretzier zum Kreuzungsbahnhof umgebaut. Die südlich von Klein Rossau gelegene niveaugleiche Einfädelung der Ost-West-Verbindung ermöglichte durchgängige Zugverbindungen zwischen Osterburg und Arendsee. So wurden beispielsweise 1928 täglich neben drei bis vier Zugpaaren Stendal-Arendsee ein weiteres Zugpaar auf dem Laufweg Osterburg-Klein Rossau-Arendsee angeboten.
Im selben Jahr erfolgte der Bau eines Anschlußgleises vom Bahnhof Stendal Ost zur "Sächsischen Eisenbahnbedarfs- und Maschinenfabrik Sachsenwerk GmbH", später Teil der Reichsbahnausbesserungswerkstatt Stendal.
Am 23. November 1915 änderte die Betreibergesellschaft ihren Namen in Stendaler Kleinbahn AG und fusionierte mit der Kleinbahn-AG Stendal-Arneburg. Der gemeinsame Wagenpark beider Strecken umfasste von Henschel hergestellte Dampflokomotiven der Bauarten Bn2t, Cn2t und 1'Cn2t.
Im Zweiten Weltkrieg wurden zwecks besserer Anbindung des Militärflugplatzes Stendal-Borstel zusätzlich zu den vier regulären Zugpaaren zwei weitere Züge je Richtung zwischen Stendal und Borstel eingesetzt.
Nach Kriegsende übernahmen Ende 1946 die Sächsischen Provinzbahnen GmbH den Betrieb, ab dem 15. August 1948 die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) des Verkehrswesens Sachsen-Anhalt und schließlich ab dem 1. April 1949 die Deutsche Reichsbahn. In den letzten Betriebsjahren übernahmen Diesellokomotiven der Baureihe 102 mit vierachsigen Wagen die Leistungen zwischen Stendal und Arendsee.
Durch zunehmend besser ausgebaute Straßen verlor die Kleinbahn an Bedeutung. Mitverantwortlich hierfür war die mehr als zweistündige Fahrzeit, dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von lediglich 24 km/h. Zwischen Klein Rossau und Arendsee endete der Güterverkehr am 31. Mai 1970. Der Personenverkehr wurde am 28. Mai 1978 und auf dem Abschnitt Stendal-Klein Rossau ein Jahr später am 26. Mai 1979 eingestellt. Der Güterverkehr zwischen Stendal und Klein Rossau hielt sich bis zum 2. Juni 1985. Allerdings soll es bis 1994/95 Güterzüge zwischen Stendal Vorbahnhof bis Stendal Ost und Borstel gegeben haben.
(Wikipedia.de, Bahnstrecke Stendal-Arendsee, Stand 6.10.2021).
 
*Beim Begriff "Biesequerbahn" handelt es sich um einen Namensvorschlag.

 
 
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